Viel mehr als der Geburtstag von Jesus – Predigt am Weihnachtsfest

Wir feiern heute nicht den Geburtstag von Jesus. 
Das genaue Datum kennen wir nämlich nicht. 

Was wir feiern, ist viel größer: Gott ist geboren. Gott ist Mensch geworden. 

Weihnachten ist kein Kalenderblatt. Weihnachten ist ein Bekenntnis

Vor 1700 Jahren war das nicht selbstverständlich. 
Christen stritten darüber, wer Jesus eigentlich ist. Ein Priester namens Arius sagte: Jesus sei ein besonderer Mensch gewesen, ein großes Vorbild, ein Lehrer aber nicht Gott. 
Das klingt harmlos. Ist es aber nicht. 
Denn wenn Jesus nur Mensch ist, dann bleibt Gott fern
Dann gibt es gute Worte, aber keine Erlösung.
Dann wird Glaube zur Anstrengung.

Darum bekannte die Kirche 325 beim Konzil Nizäa: 
Jesus Christus ist Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, sondern eines Wesens mit dem Vater. Kurz gesagt: Gott selbst ist gekommen. 

Schauen Sie auf das Kind in der Krippe.

Was Sie hier sehen, ist kein Gedanke, keine Idee, keine Moral. 

Diese Figur steht für den Sohn Gottes. 
ER ist nicht gemacht. Nicht erschaffen. Sondern aus Gott selbst.
Gott von Gott. Licht vom Licht. Durch IHN ist alles geworden – und jetzt ist ER klein geworden. Für uns

Der Schöpfer liegt im Stroh.
Nicht fern. Nicht über uns. Hier. – Mitten unter uns

Auch heute sagen nicht wenige Leute: 
„Jesus ist ein Vorbild.“ – Ja. 
Aber ER ist mehr

Wenn Jesus nur Vorbild ist, bleibt der Mensch auf sich selbst gestellt. 
Wenn Jesus Gott ist, dann ist Gott selbst gekommen und trägt uns. 

Liebe Schwestern und Brüder,
darum feiern wir Weihnachten. 
Nicht rührselig. Sondern hoffnungsvoll. 

Denn in der Krippe liegt nicht irgendwer. Da liegt Gott selbst.
Weil das so ist, musst Du Dein Leben nicht allein tragen.
Weil Gott in der Krippe liegt, gibt es keinen Ort in Deinem Leben, an dem ER nicht schon auf Dich wartet.

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