Durst nach Leben – Predigt zum 3. Fastensonntag

Wir sehnen uns nach Leben.
Wir dürsten nach Leben.
Wir tragen eine tiefe Sehnsucht nach Leben in uns.

Und wir versuchen diese Sehnsucht nach Leben zu stillen.
Wir suchen nach der Befriedigung dieser tiefen menschlichen, uns angeborenen, ja von Gott geschenkten Sehnsucht nach Leben.

Aber wie oft bleibt diese Sehnsucht in der Tiefe unbefriedigt?
Wie oft bleibt unser Durst nach Leben unbefriedigt?

Jesus hatte zu der Frau am Jakobsbrunnen gesagt: „Wenn du wüsstest … wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“ (Joh 4,10)
„Herr, gib mir lebendiges Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe!“ (vgl. Joh 4,15) antwortet darauf die Samariterin.
Sie hatte zunächst den körperlichen Durst im Blick. Aber dass sie noch mehr den Durst nach Leben in sich trug, ist offensichtlich.
Deshalb fragt sie Jesus: „Geh und ruf Deinen Mann…!“ (Joh 4,16)
„Ich habe keinen Mann.“ (Joh 4,17)
Darauf Jesus: „Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.“ (Joh 4,17f)

Was für eine Suche nach Befriedigung?
Was für eine vergebliche Suche nach echtem Leben?

Wir suchen auch nach Leben.
Alle Menschen suchen nach Leben und Befriedigung.

Ist es nicht auch diese Sehnsucht, die Menschen in sich tragen, die nach einer gescheiterten Ehe wieder eine neue eingehen?
Ist es nicht diese Sehnsucht, die Menschen treibt, die ständig wechselnde Partner haben?
Ist es nicht diese Sehnsucht, die Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu befriedigen suchen?
Sie alle versuchen, ihren Durst nach Leben zu stillen.
Aber können sie ihn wirklich SO stillen?

„Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen.“ (Joh 4,13)
Ist das nicht auch die Erfahrung, die wir alle machen?

Wer hingegen von dem LEBENDIGEN WASSER trinkt, das Jesus gibt, der wir niemals mehr Durst haben.“ (Joh 4,14)
Wer also die Sehnsucht nach dem wahren Leben stillen will, dem bietet sich Jesus als DIE QUELLE an.
Wenn wir zu IHM kommen, uns von IHM begeistern und erfüllen lassen, dann werden wir eine Befriedigung jenseits dessen erfahren, was wir vorhin beschrieben haben.

„Wer durstig ist, den werde ich unentgeltlich aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.“ (Offb 21,12)
Und „Ihr werdet Wasser freudig schöpfen aus den Quellen des Heils.“ (Jes 12,3)

Jesus bietet sich uns als die Quelle des Lebens und der Erlösung an.
Was hindert uns daran, mit Freude unseren Durst daraus zu löschen?

Die Samariterin hatte Leere erfahren, ihre Erwartungen waren gescheitert und sie hoffte nicht mehr auf etwas Anderes. Sie war gefangen in ihrer Sehnsucht.
Aber die Begegnung mit Jesus, dem LEBENDIGEN WASSER, hat sie verändert:
Sie, die ausgetrocknet war, die auf der Suche war, wurde selbst zur sprudelnden Quelle für andere. (vgl. Joh 4,14)

Jesus bietet sich heute auch UNS als die Quelle lebendigen Wassers an.
Was hindert uns, daraus zu trinken?

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