Dreifaltigkeit: Bekenntnis und Auftrag – Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag

Wir glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

Die DREI-FALTIGKEIT oder DREI-EINIGKEIT ist genau das, was unser christliches Gottesbild ausmacht.
Darin unterscheiden wir Christen uns von anderen Religionen.

„Gott ist dreifaltig einer; der Vater schuf die Welt, der Sohn hat uns erlöset, der Geist uns auserwählt.“ (GL 354) So bringt es ein Lied zum Glaubensbekenntnis in einen Satz.

Für uns heute ist die Dreifaltigkeit Gottes vielleicht keine Frage mehr, die uns umtreibt. Aber: ist es für einen religiösen Menschen nicht wesentlich, sich zu fragen WER ist Gott und WIE ist Gott?
Denn je nachdem, wie Gott ist, ist auch sein Verhältnis zu seiner Schöpfung, zu uns und zur Welt.

„Gott ist Liebe.“ (1 Joh 4,16) stellt der erste Johannesbrief mit knappen Worten fest.

„Gott ist Liebe.“ (1 Joh 4,16)
Gott ist nicht nur jemand, der liebt, sein Wesen ist LIEBE.
Das bedeutet, dass schon allein in dem WIE er ist, Liebe gegenwärtig ist.
Selbst wenn Gott nichts täte, wäre die Liebe gegenwärtig.

Die Liebe kann nicht anders, als lieben und geliebt werden. 
Liebe ist immer Beziehung.

Wenn wir uns also fragen, „Wie ist Gott?“ und von ihm sagen und glauben Gott ist die Liebe!“, dann muss Gott in sich Beziehung sein.
Und wenn Gott – die Liebe – vollkommen ist, dann muss ER in sich vollkommene Beziehung sein.
Liebe braucht immer ein Gegenüber, ein Gegenüber auf Augenhöhe.
Gott braucht also in sich ein – wie ER göttliches – Gegenüber.
Wir nenne es – mit den Worten Jesu – der VATER und der SOHN.
Zwischen beiden ist vollkommene Liebe.

„Gott ist Liebe.“ (1 Joh 4,16)
Wahre Liebe ist immer kreativ und fruchtbar.
Die Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn ist so intensiv, ist so fruchtbar, dass sie eine Person – die dritte göttliche Person – hervorbringt: Den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist der, „der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht“.
(vgl. großes Glaubensbekenntnis)

„Gott ist Liebe.“ (1 Joh 4,16)
Wahre Liebe ist bereit, sich ganz zu verschenken, alles zu geben.
Auch das tut Gott: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15,13) Genau das hat Gott – Jesus – getan. ER hat so Gottes Plan für uns und die Welt verwirklicht: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (Joh 3,16a) „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3,16b)
Wie groß muss SEINE Liebe auch zu uns sein!

Und „wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.“ (1 Joh 4,11)
Das neue Gebot Jesu lautet. „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!“ (Joh 13,34) „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Joh 13,35)

„Gott ist dreifaltig einer.“ Das ist unser christliche Glaubensbekenntnis.

„Gott ist die Liebe.“ Deshalb ist er in sich Beziehung, vollkommene, fruchtbare Beziehung.

WIR sind SEINE Zeugen, wenn wir nicht nur davon sprechen und uns mit Worten zum dreifaltigen Gott bekennen.
WIR sind SEINE Zeugen,wenn wir lieben wie ER.

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