Der Mensch ist, was er isst – Predigt zur Erstkommunion

Der Mensch ist, was er isst.

Was bist DU? – Ein Mensch – Ein Geschöpf Gottes – Ein Ebenbild Gottes – Ein Kind Gottes – Ein Christ – Ein heute Kommunionkind.

Der Mensch ist, was er isst.

Was ist mit jemandem, der immer nur Fast Food, Hamburger, Cola, Chips und Süßigkeiten isst? Er wird dick und immer dicker. Er lebt ungesund. Er wird krank.

Was ist mit jemandem, der sich immer gut und ausgewogen ernährt? Er ist gesund!

Der Mensch ist was er isst.

Liebe Kommunionkinder, liebe Eltern und Angehörige, liebe Schwestern und Brüder!

Gott hat uns als seine Ebenbilder erschaffen und uns zu seinen Kindern gemacht. Und er möchte, dass uns das immer klar ist und dass wir immer mehr seine Ebenbilder und seine Kinder sind. Und deshalb hat er einen – ich nenne es „Trick“ – erfunden: die Eucharistie (die Heilige Kommunion). Eine Speise, also etwas zum Essen, das uns von innen heraus zu Gott, zu seinen Kindern macht.Jesus hat seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl, am Abend bevor er für uns sein Leben hingab, diese Speise geschenkt. Er hat Brot und Wein genommen, darüber gebetet und gesagt: „Das ist mein Leib und mein Blut.“ Er hat ihnen diese Speise zu Essen gegeben und ihnen dann gesagt: „Macht das immer wieder
und denkt an mich.“

Wenn wir die Heilige Messe feiern – und das machen wir übrigens jeden Tag in einer unserer Kirchen und vor allem jeden Sonntag – dann empfangen wir seinen Leib und sein Blut.
Und wenn wir Jesus essen und wenn wir das immer wieder tun, dann werden wir immer mehr ER. Denn: Der Mensch ist, was er isst.

Das gilt nicht nur für die Speisen, die wir mit dem Mund zu uns nehmen. Es gilt auch für das,
was wir geistig zu uns nehmen („konsumieren“). Wenn zum Beispiel jemand immer nur traurige Musik hört und traurige Nachrichten und traurige Filme anschaut, dann ist es logisch, dass er traurig wird.
Wenn jemand immer brutale Video-Spiele spielt und brutale Filme schaut, dann wird er selber brutal.
Und wenn jemand gute Nachrichten, frohe Dinge anschaut, wird er froh.

Der Mensch isst, was er isst, gilt also nicht nur für das, was wir mit dem Mund essen, sondern auch für das, was wir in anderer Weise aufnehmen. Die Frohe Botschaft (das EVANGELIUM) ist zum Beispiel so etwas, was mir Mut macht, was mich froh macht. Aber natürlich nur, wenn ich es höre und mich damit beschäftige. Denn: Der Mensch isst, was er ist.

Liebe Kommunionkinder!
Ihr dürft heute zum ersten Mal Jesus in der Eucharistie essen. Und ER lädt Dich danach dein ganzes Leben lang dazu ein, IHN immer wieder zu essen, damit Du IHM immer ähnlicher wirst.
Ich mache es, wenn ich Jesus empfangen habe so, dass ich mir bewusst mache: Jesus, jetzt bist DU in mir drin. Und ich sage zu ihm: Breite Dich immer mehr in mir aus. Mach, dass ich immer mehr wie DU werde. Lass mich spüren, dass ich Dein Kind bin und hilf mir, auch mit den anderen Menschen so zu leben, dass sie merken, dass ich ein Kind Gottes bin.

Vorhin im Evangelium (Mk 10,13-16) hat Jesus gesagt: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Das heißt: Wenn Ihr, die Christen – die Erwachsenen ebenso wie die Kinder – nicht wirklich Kinder Gottes seid, dann wird die Welt nicht besser. Aber wenn ihr Kinder Gottes seid und wenn ihr so lebt, wie Kinder Gottes, wie Menschen, die Gott in sich tragen, dann wird die Welt um euch herum besser, weil ihr Gott in die Welt bringt.

Jesus segnet uns. So war das Motto unserer Kommunionvorbereitung. Ja, Jesus segnet Dich nicht nur von außen, sondern von innen heraus, wenn DU IHN in der Heiligen Kommunion isst. Und Jesus segnet uns, indem wir – alle Kinder Gottes – IHN in die Welt, in unsere Klasse, in unsere Schule, an unsere Arbeitsstelle, in unsere Familie, in unsere Gemeinde und unseren Freundeskreis tragen.

Liebe Kinder, liebe Erwachsenen!
Der Mensch ist was er isst.
Wir essen Jesus und können so immer mehr wie ER – ja ER – werden.
Und wenn wir das miteinander tun und dann in unsere Welt gehen, dann können wir auch die Welt verwandeln.

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